KAMPFSPORT UND FITNESS STUTTGART
TAEKWONDO - KEN-JITSU - KICKBOXEN
 
Die Fünf Grundbestandteile des Taekwondo
 

Gibon Yonsup (Grundschule)
Die einzelnen Grundtechniken werden in unterschiedlichen Kombinationen und Anwendungsmöglichkeiten geübt. Die Übungen werden dabei im Laufe der Zeit immer komplexer. Das ständige Üben bewirkt, daß die einzelnen Bewegungsabläufe in das Unterbewußtsein des Schülers eingeschliffen werden.

Übungsmöglichkeiten:
- Einzeltechniken nach Anweisung
- Kombinierte Techniken nach Anweisung
- Einstudierter Ablauf nach Anweisung

Hyong (Form)
Eine Hyong oder Form ist eine festgelegte Abfolge von Abwehr-/ Angriffs-/ und Kontertechniken. Also ein Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner. In früheren Zeiten herrschte in Korea noch das Gesetz der Blutrache. Somit war ein Partnertraining oder sogar ein sportlicher Kampf sehr gefährlich. Selbst bei kleineren Verletzungen konnte es zu einer Katastrophe kommen. Ganze Familien wurden auf diese Weise ausgerottet.

Um dies zu verhindern, wurde eine Möglichkeit geschaffen, die einzelnen Techniken möglichst realistisch zu trainieren. Im Taekwondo-Stil der ITF (International Taekwon Do Federation) gibt es 24 Hyongs (Diese stehen für die 24 Stunden eines Tages). Ursprünglich waren es nur  zwanzig Formen. Die fehlenden vier Hyongs wurden im Laufe der Jahre entwickelt.

Es gibt aber auch heute noch Verbände und Gruppierungen die nur die traditionellen 20 Hyongs anerkennen (z.B. Kwon Jae Hwa).

 
Hosinsul (Selbstverteidigung)
Dieser Bereich wird verschieden ausgelegt. Es gibt Verbände, die eine spezielle Selbstverteidigung  völlig ablehnen, da sie der Meinung sind, daß die erlernten Taekwondo-Techniken ausreichen. Es ist aber erwiesen, daß ein Taekwondo-Kämpfer bei Umklammerungen oder im Bodenkampf keine großen Verteidigungs-Möglichkeiten aufweisen kann. Die Selbstverteidigungstechniken zielen auf bestimmte Angriffsformen wie z.B. Messer, Knüppel, Würgen, Bodentechniken hin. Das erlernen und beherrschen einer einfachen Fallschule (aus Judo, Jiu Jitsu) ist ebenfalls dringend  notwendig.
 
 
Kyek Pa (Bruchtest)
Im
Training wird der Bruchtest nicht speziell geübt. Er ist jedoch Prüfungsbestandteil aller Gürtelprüfungen (ab Blau-Gurt) und soll Ausdruck für die Technik des Vorführenden sein.
 

Taeryon (Der Kampf)
Wir
unterscheiden im Taekwon Do den abgesprochenen Kampf und den Freikampf.

Sambo Taeryon
Hier
wird im Wechsel dreimal mit derselben Technik angegriffen. Der Partner verteidigt sich ebenfalls dreimal mit derselben Technik. Den Abschluß bildet dann ein Konter (Faust, Fuß). Diese Variation wird in der Regel von Anfängern praktiziert. Der Vorteil ist dabei die dreimalige Wiederholung des Angriffs bzw. der Verteidigung.

Ibo Taeryon
Im
Zweischrittkampf wird mit zwei unterschiedlichen Techniken angegriffen bzw. verteidigt. Den Abschluß bildet ebenenfalls ein Konter.

Ilbo Taeryon
Die
höchste Form des abgesprochenen Kampfes bildet der Einschrittkampf. Er kommt dem Freikampf am nächsten. Auf den Angriff des Gegners erfolgt unmittelbar die Verteidigung und der Konter. Beim Konter sind dabei auch mehrere kombinierte Techniken möglich. Diese Kombination von Techniken soll das Können des einzelnen repräsentieren.

Chayu Taeryon (Freikampf)
Der Chayu Taeryon, Freikampf, ist die letzte Form der Partnerübungen, eine Anwendung und Verfeinerung aller Erfahrungen, Kenntnisse und Techniken, die man in den Übungen erwirbt. Er unterliegt sportlichen Wettkampfregeln im Sinne eines Kampfsports. Im traditionellen Taekwondo wird der Freikampf ohne Kontakt durchgeführt, deshalb wird von den Kämpfern höchste Körperbeherrschung verlangt. Halten, Klammern und Werfen, sowie Beißen und Kratzen sind verboten. Attacken unter die Gürtellinie und schwer kontrollierbare Techniken, wie z.B. Fingerstiche und Nervenschläge, ebenfalls. Bei Meisterschaften wird in der Regel im Semi-, bzw. Leichtkontakt gekämpft.

 

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