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Sinn und Unsinn

Drei, vier knallharte Fauststöße zum Kopf. Kein Blut fließt. Der Getroffene lächelt, teilt selbst Schläge aus. Überschläge, Sprünge über Häuser, Sprungkicks am laufenden Band, Kämpfe gegen zehn, zwanzig, dreißig oder sogar hundert Gegner. Alles scheint möglich zu sein. Zumindest im Film.

Kampfkunst- bzw. Kampfsport-Filme machen scheinbar unmögliches möglich. Die Realität sieht aber glücklicherweise anders aus. Viele der Kinder und Jugendlichen (auch manche Erwachsene) die mit einer traditionellen Kampfsportart beginnen oder zumindest beginnen wollen, haben diese Art von Filmen schon gesehen und sind vom sogenannten „Können“ der Schauspieler begeistert. Und oftmals sind es auch „nur“ Schauspieler (dies ist nicht abwertend gegenüber diesem durchaus ehrbaren Beruf gemeint). Denn eine „richtige“ Ausbildung in einer traditionellen Kampfsport-Art können nur wenige aufweisen. Oft handelt es sich um gut ausgebildete Stuntmen, die die Kampfszenen spielen.

Es gibt nur sehr wenige wahre Meister oder Weltmeister unter den Actionstars. Selbst die Kultfigur Bruce Lee hat nie an einem offiziellen Wettkampf teilgenommen.

Die meisten Anfänger werden sehr schnell von der Realität eingeholt. Meist kommt die Enttäuschung bereits mit dem Ende der ersten Unterrichtsstunde. Denn anstatt spektakulärer Techniken, lernt man die Dojo-Regeln sowie erste Stellungen kennen, die nicht richtig funktionieren und worin man trotz ausführlicher Erläuterungen seitens des Trainers keinen rechten Sinn erkennen kann.

Schüler, die den Grüngurt erreichen, zeigen bereits ein hohes Maß an Durchhaltevermögen. Und ist einmal der rote Gürtel erreicht, hat man oftmals einen angehenden Meister vor sich. Doch bis dahin ist ein langer Weg zu gehen. Viele Rückschläge, viele Niederlagen sind bis zu diesem Ziel wegzustecken und nur wenige erreichen dieses Ziel, das in fünf bis acht Jahren bei kontinuierlichem Training zu meistern ist. Ob sich dieser Aufwand lohnt, muß jeder selbst wissen.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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