Traditionelles Taekwon-Do - Kampfkunst und Kampfsport Das Taekwon-Do, in den 1950er Jahren durch Choi Hong Hi entwickelt, verbindet in optimaler Weise Kampfsport und Kampfkunst. Dabei haben sich auch verschiedene Stilrichtungen entwickelt, wobei die Grundtechniken nach wie vor dieselben sind. Wichtige Impulse für das traditionelle Taekwon-Do, sind vom Shotokan Karate ausgegangen. Die verschiedenen Stilrichtungen im Taekwon-Do spiegeln sich am deutlichsten in den verschiedenen Formen- und Sparring-Stilen wieder. Die ursprüngliche Formenschule „Hyong“, von Choi Hong Hi entwickelt, wird auch bei uns praktiziert. Offenheit und Toleranz gegenüber allen Taekwon-Do-Stilrichtungen (Formen/Sparring-Stile), sowie auch allen anderen Kampfsportdisziplinen ist eine Grundsatzeinstellung unserer Schule. Das Taekwon-Do in seiner Gesamtheit, ist eine sehr vielschichtige Kampfsportart. Fünf Grundbestandteile bilden das Gerüst dieser Kampfkunst. Dies sind: Grundschule, Formenschule, Selbstverteidigung, Abgesprochener Kampf/Freikampf (Sparring) sowie Bruchtest. Aufgrund der Vielfalt, die diese Kampfsportart auszeichnet, findet man in jeder Alters- und Leistungs-Klasse seinen Platz. Das sogenannte traditionelle Training (Formen/Grundschule/abgesprochener Kampf) wird bei uns grundsätzlich vom Kampftraining/Wettkampftraining getrennt, da dies in den Trainingseinheiten Boxen/Kickboxen stattfindet, ebenso auch der Bereich Selbstverteidigung, der eine eigene Trainingseinheit darstellt. Bekannt ist das Taekwon-Do unter anderem für seine Vielfalt an Kicktechniken. Der bei uns praktizierte, ursprüngliche/taditionelle Stil hat nichts mit dem sogenannten Olympischen Taekwondo zu tun.
Boxen Boxen ist in erster Linie Sport, es ist aber für uns auch die effektivste Art der Selbstverteidigung mit den Fäusten (Händen). Natürlich werden in der Selbstverteidigung in der Regel abgewandelte Schlagtechniken, die im sportlichen Bereich nicht erlaubt sind, angewandt, aber im Strassenkampf wird eben auch ohne Handschuhe gekämpft.
Zur Grundausbildung im Boxen/Kickboxen gehören
die Kampfstellungen, die Beinarbeit, die Beinarbeit beim Schlagen, die Grundschläge (Gerade, Haken, Aufwärtshaken, Faustrückenschlag), das Erlernen der allgemeinen Verteidigungsarten wie Blocken/Parieren, Abrollen/Abbeugen, Ausweichen/Konter. Konditionstraining, Schnelligkeitstraining, Reaktionstraining sowie auch Krafttraining sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Ausbildung. Zur Umsetzung des Erlernten dient das Schattenboxen und das Partnertraining, Das Pratzentraining sowie das Sandsacktraining sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Der elementarste Vorteil des Boxen ist aber das ausgeprägte Sparring in seinen verschiedenen Varianten, hier können mit geringem Verletzungsrisiko die kämpferischen Fähigkeiten in einem sportlichen Rahmen, mit wechselndem Partner in verschiedenen Härtestufen trainiert werden. Kinder und Jugendliche lernen die Grundlagen des Boxens im Rahmen des Taekwon Do Trainings. Ab dem 13. Lebensjahr können sie dann am separaten Boxtraining teilnehmen.
Selbstverteidigung
Grundsätzlich gilt, dass vieles was in den Bereichen Taekwon-Do, Boxen und Kickboxen erlernt wurde eingesetzt werden kann. Daher hat das Sparring bei uns auch einen so hohen Stellenwert. Das allein aber reicht nicht aus. Im sportlichen Wettkampf gibt es Regeln, nicht alles ist erlaubt, in einem Straßenkampf gibt es aber keine Regeln und niemand weiß, ob nicht auch Waffen eingesetzt werden, deshalb sollte sich jeder darüber im klaren sein, dass man im Ernstfall einen oder mehrere Menschen veletzen, vielleicht sogar schwer verletzen muß um nicht selbst schwer verletzt zu werden. Dies gilt natürlich nur, wennn man von einem oder mehreren Personen angegriffen wird und keine Deeskalation möglich ist. Es ist nicht wichtig viele verschiedene Techniken zu beherrschen, aber alles was ich eventuell anwende, muß zu mir persölich passen und perfekt in Kopf und Körper eingeschliffen sein. Natürlich muß jeder Handbefreiungen, Hand-/Arm-/Fußhebel sowie Takedowns oder Haltetechniken erst beherrschen lernen, aber das wichtigste ist, dass man es auch effektiv im Ernstfall anwenden und umsetzen kann. Dafür ist es aber auch elementar wichtig, dass das Sparring auch mit Kniestößen und/oder Ellbogentechniken sowie Takedowns durchgeführt wird und eben auch mit Kontakt.
Kickboxen Das Kickboxen wurde in den 1970er Jahren in den USA entwickelt. Ziel war es, das westliche Boxen mit den Kicktechniken von z.B. Taekwon Do und Karate zu einer eigenen Wettkampfdisziplin zu verbinden, in der nach festgelegten Wettkampfregeln letztendlich alle Kampfsportdisziplinen gegeneinander antreten können. Dies ist zweifellos gelungen. Aktuell gibt es drei veschieden Hauptstile, Semikontakt, Leichtkontakt und Vollkontakt. Der Semikontakt-Stil ist der ursprünglichste Stil, und wird im Punkt - Stop -System ausgeführt. Im Leichtkontakt und Vollkontakt wird wie im Boxen durchgekämpft und die Punktvergabe findet fortlaufend durch Punktrichter statt. Auch im Kickboxen spielen das Konditionstraining, das Schnelligkeitstraining, sowie das Reaktionstraining eine große Rolle. Besonders wichtig ist auch das Trainieren von Faust-/Fußkombinationen, sowie die dafür notwendige Beinarbeit beim schlagen und kicken. Zur Umsetzung des Erlernten dient auch hier das Schattenboxen und das Partnertraining. Das Pratzentraining sowie das Sandsacktraining sind ebenfalls wichtige Bestandteile. Durch das ausgeprägte Sparring, können auch im Kickboxen, mit sehr geringem Verletzungsrisiko, die kämpferischen Fähigkeiten in einem sportlichen Rahmen trainiert werden. Ab dem 9. Lebensjahr können Kinder bei ITO-Turnieren im Semikontakt teiinehmen. Ab dem 14. Lebensjahr können Jugendliche dann auch im Leichtkontakt mitkämpfen.
KFG, Training, Verband
Wir über uns! Die Kampfsportschule "KF-Gaisburg" wurde im Jahr 1996 in Stuttgart-Gaisburg gegründet. Unser Ziel war und ist es,
Kampfsport/Kampfkunst (Taekwon-Do/Boxen/Selbstverteidigung/Kickboxen) an Menschen weiterzugeben, die vom Kampfsport begeistert und fasziniert sind.
Der Großteil unserer Schüler ist schon seit mehreren Jahren bei uns und bereits 15 ehemalige Weißgurte haben nach jahrelangem harten Training ihre Prüfung zum 1., 2. und 3. Dan abgelegt. Wir sind nur eine kleine Sportschule und kennen daher jeden unserer Schüler persönlich sehr gut. Daher herrscht auch innerhalb der einzelnen Gruppen ein sehr gutes Klima.
Training Das Training ist jeweils in eine Kinder-, Jugend- und Erwachsenen-Gruppe aufgeteilt. Die Trainingseinheiten werden von Dan-Trägerinnen/Dan-Trägern geleitet, auch im Kinder- und Jugend-Bereich. Jede(r) Trainerin/Trainer besitzt eine vom Verband vergebene Trainerlizenz. Die einzelnen Gruppen sind nach Altersklassen unterteilt. Kinder 6 Jahre bis 11 Jahre,
Jugend 12 Jahre bis 15 Jahre,
Erwachsene ab 16 Jahre.
Diese Einteilungen sind selbstverständlich nicht absolut festgeschrieben. Es kommt durchaus vor, dass Jugendliche, auch mit 14 oder 15 Jahren, wenn sie körperlich und technisch dazu in der Lage sind, bei den Erwachsenen trainieren. Aber auch dann gilt bei uns die Regel: Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen. Auch wenn sie scheinbar mit diesen mithalten können, müssen bestimmte Regeln eingehalten werden.
Das Kinder- und Jugendtraining Besondere Beachtung findet bei uns das Kinder- und Jugendtraining. Der früheste sinnvolle Einstieg ins Taekwon-Do (dies gilt für den Kampfsport im Allgemeinen) kann unserer Meinung nach mit 6 Jahren stattfinden. Die motorischen Fähigkeiten sind in der Regel vorher nicht vorhanden. Doch auch hier gibt es keine Regel ohne die berühmte Ausnahme. Wir haben auch schon 5-jährige Kinder erlebt, die sehr gut mithalten konnten.
Daher findet hier bei uns auch grundsätzlich ein ausgiebiges Probetraining statt (2 bis 3 Trainingseinheiten). Sind die Kinder noch nicht soweit, wird der Einstieg einfach ein halbes Jahr nach hinten verschoben. Diese Entscheidung ist zwar des öfteren mit Tränen vebunden, aber im Interesse des Kindes notwendig. Für den Kinder- und Jugendbereich sind zwei Trainerinnen (2. Dan/3. Dan) mit pädagogischer Ausbildung verantwortlich.
ITO (Independent Taekwondo Organisation) Im Jahr 2019 haben wir uns der ITO (Independent Taekwondo Organisation) angeschlossen.Die ITO ist kein Verband und auch keine kommerzielle Organisation, sondern eine freie und offene Gemeinschaft, sich freiwillig an ein bestehendes Regelwerke hält. Die ITO wird Ehrenamtlich geführt, die Sportler sollen im Vordergrund stehen. In der ITO werden grundsätzlich alle Taekwondo-Systeme respektiert und geübt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die unterschiedlichen Formenschulen (Hyong, Poomsae, Tul). Eine Bevorzugung einzelner Stilrichtungen, soll dabei nicht akzeptiert werden. Toleranz gegenüber allen existierenden Taekwondo-Stilrichtungen und -Auffassungen ist deswegen eine der Grundlagen der ITO.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tatsache, daß der Kampfsport und somit auch das Taekwondo, immer mehr zu einer reinen Geschäftemacherei verkommt. Es ist deprimierend, daß man sich seine DAN-Graduierung problemlos im Internet bestellen kann. Das ist für jeden ernsthaften Kampfsportler, der viel Zeit und Anstrengung für sein Training aufbringt eine Beleidigung. Eine DAN-Graduierung muß man sich verdienen und dies über Jahre hinweg. Das ist man sich und seinen Schülern/Schülerinnen einfach schuldig. Innerhalb der ITO werden ehrliche Dan-Prüfungen mit absolut vernünftigen Gebühren abgehalten. Das Können der Dan-Anwärter/Anwärterinnen liegt auf einem angenehm hohen Niveau. Selbstverständlich gibt es auch andere Verbände die ehrlichen und sauberen Kampfsport möglich machen.